Die 1% Methode

Die 1% Methode

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Woche 3

Was wenn wir jedes Ziel erreichen könnten, welches wir uns gesetzt haben? Einfach so, von heute auf morgen. Wenn es einen magischen Zauberspruch gäbe, ein bisschen Glitzer drüber und Hokus Pokus haben wir es geschafft. Wären wir dann glücklicher?

Ich dachte das. Immer gab es ein äusseres Ziel, z.B. klassisch den Schulabschluss schaffen oder innere Ziele, wie endlich schlanker zu sein. Doch ganz ehrlich, es dauerte seine Zeit bis ich verstand, dass ich ganz offensichtlich viel mehr Zeit auf dem Weg zu diesen Zielen verbringe, als am Ziel an sich, sofern es denn erreicht wurde. Und dann? Dann ging es weiter mit dem nächsten Ziel im Kopf, leider manchmal sogar ohne das erreichte Ziel tatsächlich zelebriert zu haben. Und all die Unerreichten lungerten, teils mit Schuldgefühlen, im Hinterkopf.

Da stolperte ich über ein grossartiges Buch von James Clear Die 1% Methode ( Atomic Habits ).

Doch was ließ mich manche Ziele erreichen und andere nicht? Und wenn die Ziele bei vielen Menschen die selben sind, wieso erreichen manche diese ( leichter ) und andere nie? Die Ziele an sich bestimmen ja nicht, wer es bis zu Ihnen schafft. Nein, das bestimmen wir selbst und laut James Clear bestimmen wir dies mit unseren etablierten Systemen an Dinge heran zu gehen. „Deine Ziele fallen dir nicht zu. Ihr Erfolg fällt zurück auf dein System.“ Dieser Satz war der Haken und ich begann zu lesen.

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James Clear spricht etwas an, das ich nur zu gut kenne. Das Scheitern auf dem Weg zu einem Ziel, das man am Liebsten im Hauruck-Verfahren erreichen möchte. Eine grosse Tat, eine grosse Veränderung und es ist geschafft. Am Besten in Lichtgeschwindigkeit, sodass man möglichst schnell zu einem neuen Ziel weiter streben kann. Doch genau da liegt das Problem. Hauruck-Verfahren sind anstrengend, sie benötigen viel Kraft, Überwindung und Aufwand. Dinge die wir meistens nicht über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten können. Ich jedenfalls nicht, so ehrlich muss ich sein. Was wir aber können ist, kleine Dinge verändern, gerade im Alltag, um Stück für Stück und vielleicht etwas entschleunigt, dem Ziel nähern zu kommen. James Clear schreibt in seinem Buch, dass wir oft dem Trugschluss anheim fallen, dass ein grosses Ergebnis auch immer eines grossen Aufwandes bedarf und wir alle dabei unterschätzen, wie erfolgreich kleine, aber stete Veränderungen sein können. Denn kleine Veränderungen haben eine geringere Aufwandsschwelle und daher sind wir geneigter diese kleinen Schritte regelmäßig zu gehen. Herabsetzen der Hindernisse nennt er das. Macht Sinn!

Ein Beispiel.

Wie Ihr bereits wisst, habe ich sehr lange, viele bunte Tabletten genommen. Nahrungsergänzungsmittel gehörten zu meinem Alltag. Doch leider habe ich all zu oft vergessen diese einzunehmen, obwohl sie in der Küche lagen. Aber an einem Ort, an dem ich interessanterweise nie wirklich oft gewesen bin. Sie waren zwar nicht versteckt, aber dennoch vergaß ich sie oft und das ärgerte mich. Da fragte ich mich, was könnte ich tun, um das Vergessen der Einnahme zu vermeiden und somit den „Erfolg“ zu generieren. Dank James Clear hatte ich eine Idee. Der Ort in der Küche, der jeden Tag ein Fixpunkt darstellt: Die Kaffeemaschine. Und das erklärte Hindernis zur Einnahme meiner Tabletten: Der Ort an dem diese lagen. Somit siedelte ich meine ganzen bunten Pillen direkt neben meine Kaffeemaschine um, denn das war mein erster Gang in der Früh und es hat funktioniert! Da sie direkt neben meiner Kaffeemaschine lagen, fielen sie mir sofort ins Auge und seither habe ich die Einnahem nicht mehr vergessen.

Laut James Clear 1% Methode fallen kleine Veränderungen im Alltag oft nicht mal wirklich groß auf, haben aber einen nennenswerten Langzeiteffekt. Meine Mama würde sagen: Beharrlichkeit zahlt sich aus. Ja, aber die Beharrlichkeit muss auf einem System beruhen, das man auch durchziehen kann und es bedarf einer Belohnung. Einer Belohnung? Ja!

Vier zentrale Anreize spielen bei James Clear eine große Rolle um dabei zu helfen, egal welches Ziel zu erreichen ist, sei es groß oder noch so klein:

  1. Formuliere dein Ziel aus
  2. Mache dein Ziel attraktiv für dich
  3. Mache dein Ziel leicht erreichbar
  4. Mache dein Ziel befriedigend

Anhand meines Beispiels würde das heißen, mein ausformuliertes Ziel ist gewesen, dass ich regelmäßig meine Tabletten nehmen wollte, damit ich gute Blutwerte erreiche. Die guten Blutwerte sind äusserst attraktiv für mich, da sie mir helfen gesund zu sein. Mit der Umsiedelung der Tabletten zur Kaffeemaschine, habe ich es leicht gemacht sie täglich einzunehmen und die Befriedigung in meinem Fall ergab sich daraus, dass ich einfach nicht mehr mit einem schlechten Gewissen herum gelaufen bin, da ich regelmäßig vergessen habe, die Tabletten einzunehmen. Die Belohnung war somit der Platz in meinem Kopf, den ich damit anderen Dingen geben konnte.

Bestimmt komme ich immer wieder auf dieses System zurück. Das System, das einem hilft erfolgreich zu sein, auch wenn man „nur“ 1% verändert. Diese 1% Veränderungen summieren sich. Wir Schwaben sagen dazu dann: „Kleinvieh macht auch Mist.“!

Welche kleinen Tricks hast Du in Deinem Alltag etabliert? Was bringt Deine Motivation auf Hochtouren? Ich bin gespannt!

Habt einen tollen Start in Eure Woche!

Bis bald,

Eure Maggy*

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